2. und 3.9.

Aus dem einen Ruhetag wurden zwei. Da die für den 3.9. vorgesehene Etappe uns über sehr schwierige Verhältnisse geführt hätte, wurden die Hotels umorganisiert und wir fahren morgen zurück über den Rohtangpass und dann noch ca. 50 km weiter zum ursprünglichen Etappenstart vom 5.9.

Die beiden Ruhetage im schönen Hotel in Manali waren sehr genüsslich, nicht zuletzt, weil ich im Doppelzimmer alleine war. Peye, mein holländischer Zimmergenosse, hatte sich bereits am 1.9. abends auf den Rückweg in den Oman gemacht, wo er als Zahnarzt tätig ist. Eigentlich schade, denn wir hatten uns sehr gut vertragen.

Die beiden Ruhetage verbrachte ich damit, mich rasieren zulassen (inklusive Gesichts- Kopf-, Nacken- und Rückenmassage), dann noch einer längeren Ayurveda-Massage, längeren Erkundigungsspaziergängen im alten Teil und neuen Teil von Manali. Besuch einer Art Musikfestival in einem kleinen Stadion, auf dem allerdings zunächst eine Stunde nur geredet wurde (dann bin ich gegangen).

Heute wurde ich von einem Einheimischen angesprochen, der sich als Fremdenführer ausgab und hervorragend Englisch sprach. Zum Schluss zeigte er mir sein Zuhause. Er wohnt mit seiner Familie in einem einfachen Zelt im Slum von Manali. Ein Wasserhahn für schätzungsweise 100 Personen, keine Toiletten. Er wollte für seine ungebetene „Führung“ allerdings kein Geld, sondern bat mich, ihm und seiner Familie einen Sack Reis, Öl etc. Zu kaufen, was ich auch tat.

Die nächsten ca. 6 Tage dürfte es wieder keinerlei Telefon- oder Internetverbindung geben.

Migros, Gemüseabteilung

Coop

Beim Barbier

Stolzer Händler

Auf dem Festival

Schöne Frauen

Das Handy darf nicht fehlen

Eine Tempelfrau

Einer von mehreren Tausend Göttern

Eine Bäuerin, die ihre Ernte in die Stadt bringt

Welch eine Schönheit

Das Zelt im Slum

Hier schlafen 20 Personen

Die Polstergruppe

Der selbsternannte Führer im Slum-Tempel.

27.8. bis 1.9.

27.8.

Am Abend hatte ich auf einmal explosionsartigen Durchfall, was in Indien ja nichts besonderes ist. Verzicht aufs Abendessen. Die Nacht war auch nicht besonders erholsam, da ich wieder von der Schlafapnoe heimgesucht wurde. Das heißt eine Minute schlafen, dann Aussetzen der Atmung, dann panikartiges Aufwachen, dann zwei tiefe Atemzüge, dann wieder einschlafen und alles wieder

von vorne, bis endlich der Wecker um 6:00 klingelt. Schnell Zähne putzen, alles nicht auf dem Velo benötigte in die Tasche packen und auf zum Frühstück, das ich natürlich kaum anrührte.

Zum Glück verlief die Strecke heute zunächst fast flach 50 km dem Indus entlang vorbei an zahllosen Militärlagern. Danach 20 km Aufstieg durch ein spektakuläres Seitental auf 4000 m, wo wir jetzt in einer einfachen Unterkunft nächtigen werden. Es hat nur noch wenige, winzige Dörfer und dort, wo möglich, wird etwas Korn angebaut und mit mittelalterlichen Methoden geerntet.

Ein Klosterberg im Industal

Sie wartet auf den Bus, der irgendwann kommen wird

20 km das spektakuläre Seitental hinauf

28.8.

Nach einem längeren, äusserst ergiebigem Aufenthalt auf der Toilette ging es auf die Königsetappe, den Tanglangla-Pass, mit 5360 m höchsten unserer Reise. Wir wurden alle schon im Voraus auf die Gefahren in dieser dünnen Luft (auf 5500 m ist die Luft halb so dünn wie auf Meereshöhe), wie großer Wasserverlust allein durch Atmen und die Symptome der Höhenkrankheit, verursacht durch Sauerstoffmangel, hingewiesen. Zu unserer Sicherheit wurden neben unseren drei Begleitfahrzeugen noch zwei weitere Fahrzeuge angemietet und alle fünf mit Sauerstoff ausgerüstet. Diese wurden an der Strecke positioniert bzw. fuhren auf und ab um uns zu beobachten.

Tatsächlich musste einer von uns von unserer Medizinfrau „aus dem Rennen“ genommen und mit Sauerstoff versorgt werden. Trotz anfänglichen Protesten wurde er zurück in das tiefer gelegene Leh gebracht und muss den Weg nach Manali im Flugzeug zurück legen.

Ich bekam davon nicht viel mit, da ich für mich alleine ganz langsam und achtsam den Pass Meter um Meter erklomm. Irgendwann, nach etwa vier Stunden war ich oben, zwar leicht atemlos aber guter Dinge. Nach den obligatorischen Gipfelfotos überziehen einer wärmeren Jacke und ab nach unten, 30 km wilde Abfahrt zu unserer Zeltstadt. Neben und über mir donnerte es schon seit einer Weile, es reichte mir aber nicht ganz und in den letzten 5 min wurde ich noch kräftig kalt geduscht.

Die Zeltstadt liegt mitten in einer großen Ebene, umgeben von kahlen Bergen. Nach dem Abzug des Gewitters brach die Sonne wieder durch die Wolken und zauberte unglaubliche Stimmungen in die ohnehin schon faszinierende Landschaft.

Mühsamstes Leben

Eine Yackherde auf etwa 4800 m

Blick zurück kurz vor dem Pass

Endlich oben

Gleich regnet es. Im Hintergrund die Zeltstadt

Unglaubliche Stimmungen nach dem Gewitter

Beim zNacht im Zelt

Der Herr der Zelte

29.8.

nach einer sehr kalten Nacht auf 4500 m mit wenig Schlaf am Morgen Freude über die wärmenden Sonnenstrahlen. Meine Veloklamotten waren auch fast trocken. Heute nur 50 km und 400 m auf und ab, also fast ein Ruhetag. Ich fuhr die Strecke mit Caroline, die ich in Neuseeland besucht hatte. Die Szenerie erinnerte mich stark an die Mongolei. Viele schöne Wolken, aber kein Regen. Nach einer haarnadelkurvigen Abfahrt sind wir jetzt in einem winzigen Dorf mit ca 10 sehr einfachen Restaurants und Unterkünften, teils in Rundzelten, teils in ärmlichen Gebäuden. Die Unterkunft ist sehr einfach. 8- und 4-Bett-Zimmer mit sehr harten Liegeflächen (Bett wäre übertrieben). Duschen neben der Toilette (eine für zwei Zimmer = 12 Personen) mit je einem Eimer kaltem und warmem Wasser, das man sich mit einem kleinen Schöpfer über den Kopf gießt. Aber so leben die Menschen hier. Ich bin sehr froh, dass ich mein eigenes Kopfkissen und den Seidenschlafsack dabei habe.

Am Morgen scheint zum Glück die Sonne

Wilde Wolken schon am frühen Morgen

On the road again

Einer unserer treuen Fahrer

Unsere einfache Unterkunft

Feines indisches zNacht

30.8.

Nach einer zum Teil durchwachten Nacht und einer wieder gründlichen Darmentleerung machte ich mit Caroline auf den Weg hinauf durch ein enges Tal auf unseren ersten Pass etwas über 5000 m. Wir wunderten uns schon über den wenigen Gegenverkehr und genossen trotz etwas Regen die Auffahrt. Oben am Pass dann eine riesige Schlange von Lkws, die alle einige Stunden auf die Abfahrt warten mussten, da die Straße neu geteert wurde. Nach dem nächsten, fast gleich hohen Pass ging’s dann über viele, spektakuläre Haarnadelkurven 1000 m hinunter zu einem Fluss in einem breiten Tal, den wir nur noch 35 km hinauf radeln mussten zu unserer nächsten Zeltstadt. Dachten wir… Ziemlicher Gegenwind machte uns das Leben schwer, so dass ich ( inzwischen alleine) ziemlich erschöpft um 17 Uhr dort ankam. Nach dem Sonnenuntergang wurde es auf den 4400 m Höhe recht kalt und zum Schlafen bekamen wir alle eine warme Bettflasche mit in Zelt.

Schlucht mit Caroline

1000 m hinunter

Den Gegenwind sieht man leider nicht

Wider eine Zeltstadt

31.8.

heute unser letzter Pass über 5000 m, dann 2000 m Abfahrt, welch schöne Aussichten. Der Aufstieg wurde schon durch zahlreiche Unstetigkeitsstellen in der Straße verlangsamt, bei der Abfahrt kam dann kräftiger Gegenwind dazu. Es ist unglaublich, wie die Natur hier das Sagen hat und nicht der Mensch. Immer wieder war die Straße einfach weggespült oder von Schlamm und Geröllmassen bedeckt. Notdürftig improvisierte Umfahrungen, teils einem Flusslauf ähnelnde Passagen, staubige Abschnitte, auf denen der Belag wegerodiert war und immer wieder Lastwagen und Militärkolonnen, denen man auf den engen Straßen Platz machen muss. Ohne Militär gäbe es hier wahrscheinlich sowieso keine Straßen und Brücken.

Hier „ unten“ auf 3000 m ist es im Talgrund wieder grün, es hat an den steilen Hängen winzige Felder, auf denen Menschen zu sehen sind, die diese bearbeiten.

Wir können heute wieder in einem richtigen Zimmer schlafen, welches sogar eine eigene, funktionierende Dusche hat.

Ein richtig Luxus.

Arbeiter beim Flicken

Gegenverkehr

Fluss oder Straße?

Kleinste Felder mit kleiner Siedlung

Ins nächste Tal

Es gibt wieder mehr Leben

1.9.

zwar immer noch auf 3300 m Höhe, habe ich seit Tagen endlich wieder wunderbar geschlafen. Wir fahren heute nur 50 km durch ein Tal, das, je tiefer man kommt, immer grüner wird. Es gibt wieder Dörfer und Ackerbau auf winzigen, den steilen Hängen abgerungenen Feldern. Erste Apfelbäume auf über 3000 m Dank der Klimaerwärmung.

Nach den 50 km Weiterfahrt steigen wir von unseren Velos ab und fahren mit vier Kleinbussen über den knapp 4000 m hohen Rohtangpass, die abenteuerlichste Autofahrt, die ich je erlebt habe. Über vier Stunden für 80 km. Gegenverkehr mit vielen Lastwagen auf engster Straße mit Abgrund auf einer Seite. Große Abschnitte mit gröbstem Schotter, viele tiefe Schlaglöcher, von Schlammlawienen bedeckte Fahrbahn.

Am späten Nachmittag endlich im Hotel in Manali. Große Zimmer, schöne Bar, gutes Essen. Morgen Ruhetag.

Verlassen des Hotels

Stupas und Gletscher

In diesem Zelt wohnt diese Schöne Frau

Es hat wieder Dörfer

Sogar ein Mann, der schleppt

Es grünt

Im Bus nach Manali

hinunter am Abgrund durch den Schlamm

Verpflegung an einer Engstelle im Regen

Einige der unzähligen Haarnadeln nach Manali

Auf der Südseite ist es etwas feuchter, dank Monsun

Schäfer im Regen

25. und 26.8.

Zwei Tage Aufenthalt in Leh zum entspannen und sich auf die nächsten Tage vorzubereiten, bei denen es dann richtig zur Sache gehen wird. Also „nur“ Kaffee trinken, Shoppen, Markt mit Produkten der lokalen Bevölkerung bestaunen, ein 500 Jahre alten Palast, der über des Stadt thront, besichtigen und natürlich gut essen gehen.

Die nächsten 6 Tage bis Manali sind wir auf dem höchsten Teil unserer Reise bis auf 5330 m. Keine Dörfer, kein Internet und auch kein Telefonsignal. Nur Militär, das aber hilfsbereit sein soll. Also bitte etwas Geduld bis zum nächsten Blog.

Im Restaurant

Die Marktstände

Eine Marktbesucherin

Noch eine lokale Dame

Der Palast liegt etwas erhöht

Blick vom Palast auf Leh

Ein Buddha im Palast

Unser Programm für die nächsten 6 Tage

23. und 24.8.

23.8.

Heute eine leichte Etappe, nur 50 km und fast nur abwärts. Also fast Ferien. Die ersten 20 km geht es durch eine atemberaubende Schlucht wilde Kurven hinunter. Links und rechts steile Felswände, daneben ein reißender Fluss. Wir halten immer wieder an um zu staunen. Unten (auf 3000 m) angekommen begrüßt uns der Indus, neben dem wir in ständigen Aufs und Abs den Rest der Etappe entlang fahren. Die Sonne brennt erbarmungslos vom blauen Himmel. Wir übernachten in einem indischen Ökohotel in kleinen Häuschen umgeben von Blumen, Apfelbäumen und Aprikosenbäumen mit herrlichen reifen Früchten.

Hinunter in die wilde Schlucht

Vorsicht Steinschlag

Meine Tasche wird zum Zimmer gebracht

24.8.

Heute war es nicht ganz so leicht wie gestern. Zwei Pässe und eine lange, endlose Steigung in der prallen Sonne am Schluss, zurück nach Leh, wo wir vor vier Tagen gestartet waren.

An einem besonders schönen Aussichtspunkt beim Zusammenfluss des Zansgar und des Indus versammelten wir uns, gingen noch einen kleinen Weg hinauf. Dort gedachten wir unserem im Januar verstorbenen Freund Mike. Jeder von uns nahm einen Stein, sagte ein paar Worte der Erinnerung und legte den Stein auf den seines Vorgängers. Zum Schluss schüttete Ron ein wenig von Mikes Asche, die er aus Kanada mitgenommen hatte, auf die Steine. Der Wind und der Indus wird sie mit unseren Wünschen und Erinnerungen fort tragen. Den Rest der Asche wird jeder von uns über einen anderen Pass bei sich tragen und beim höchsten Pass werden wir sie in den Wind streuen.

Wir sind jetzt in einem komfortablen Hotel in Leh, wo wir drei Nächte bleiben.

Einige der zahllosen Stupas am Rande der Straße

Hinauf auf den 3500 m hohen Pass

Glückliche Abfahrt

In Mikes Gedenken

Beim verdienten Lunch

Eine liebevoll gepflegte Stupa

20. bis 22. 8.

20.8.

nach dem Frühstück warten vor dem Hotel drei Busse auf uns, die uns Richtung Westen, nach Ostkaschmir bringen sollen, wo wir dann nach einem weiteren Ruhetag endlich losfahren. Die Fahrt führt uns über mehrere Pässe, einer über 4000 m, atemraubende Aussichten, die Straße windet sich in nicht enden wollenden Kurven zu den Pässen hinauf und hinab. Kaum vorstellbar, dass wir diese Strecke in den nächsten Tagen aus eigener Kraft zurück fahren werden. Nach mühsamen 6 Stunden erreichen wir ein kleines Dorf. Unser Hotel besteht aus einem Haupthaus mit Küche und Essräumen. Die Zimmer sind komfortable Zelte mit separatem Waschraum. Am Abend und im Zelt wird es ziemlich kühl.

Indische Überholmanöver

Unsere Trucks

Unsere Zeltstadt

21.8.

Ruhetag mit Velotour zu einem in eine Felswand gebauten Kloster und in eine wilde Schlucht. Keine Verbindung ins Internet, da die Regierung in Kaschmir sämtliche Kommunikationswege gekappt hat.

Unsere Erlebnisse am Ruhetag

22.8.

endlich früh morgens Abfahrt zur ersten Etappe. Es ist noch kühl, aber bald heizt die Sonne ein und wir müssen alle warmen Kleider abziehen. Es geht gleich auf den ersten Pass, knapp über 4000 m. Da wir auf 3300m starten, sind es nur 700 Höhenmeter. Wir fahren aber sehr vorsichtig, da wir noch nicht wissen, wie uns die Höhe bekommt. Nach knapp zwei Stunden sind wir oben und ich fühle mich bestens. Nach 700 m Abfahrt geht es auf den nächsten Pass, der noch 200 m höher ist. Auf der halben Höhe wartet der Lunchtrack mit Eiersalat, Brot, Käse und Obst. Der Pass ist dann auch bald erreicht. Die Landschaft ist grandios und es lohnt sich, langsam zu fahren um die Aussichten zu genießen. Die Qualmenden Lastwagen, die einen hin und wieder überholen Hupen ständig, als ob man sie nicht hören könnte. Ist aber nicht aggressiv gemeint und so gewöhnt man sich daran.

Jetzt sind wir in einem soeben eröffneten Hotel bei einem Dorf mit Kloster, alles an den Hang geklebt. Ich genieße das erste Bier seit Tagen.

On the road again

Auf dem Pass

Kloster am Ziel

17. bis 19.8.

17.8.

Morgens 3:30 klingelt der Wecker, 4:00 mit Taxi und Velo in Schachtel zum Flughafen. Wieder allen Vorurteilen ging das Einchecken reibungslos und schnell. Mit mir checkt ein anderer Velofahren ein, Stefan aus München. Er ist alleine unterwegs und will 3 Wochen die Gegend erkunden. Er war schon oft im Himalaya und gibt mir viele wertvolle Tipps.

Der Anflug auf das 3300 m hoch liegende Leh ist spektakulär, denn unter uns ist eine geschlossene Wolkendecke, durch die wir durch müssen. Als wir endlich wieder Bodensicht haben, sind links und rechts Berge, die tief in den Wolken stecken, unterbrochen von Tälern, in denen es schon regnet.

Am Tag drauf, bei noch etwas schlechteren Bedingungen war dann ein Anflug nicht mehr möglich.

Im Hotel gab es dann ein schönes Wiedersehen mit meinen Veloabeteuerfreunden, es flossen auch ein paar Tränen in Gedenken an Mike.

Anflug auf Leh

gelandet

18.8.

Nach einer angesichts der Höhe einigermaßen zufriedenstellenden Nacht, indisches Frühstück, dann ausführliches Briefing durch die Tourleiterin Emily und Helen für den medizinischen Teil. Was erwartet uns auf der Tour, wie sieht der Tagesablauf aus, wie wird unsere Sicherheit gewährleistet, was ist in unserer Verantwortung, was ist in den großen Höhen zu beachten, wie erkennen wir Symptome der Höhenkrankheit und wie müssen wir bei einem Notfall reagieren etc.

Unsere Begleitmann- bzw. Frauschaft besteht neben Emily aus Depi, dem indischen Tourleiter, Helen, einer Ärztin aus England, Janiz, zuständig für unsere Verpflegung, Himika und Rama, beide aus Indien und Baba unseren Velomech. Dazu noch drei Fahrer für unsere drei Busse. Insgesamt ein super sympathisches, erfahrenes und kompetentes Team.

Unser Team

Shanti Stupa

In der Fussgängerzone von Leh

19.8.

Um nicht ganz einzurosten gab es heute die erste Ausfahrt mit dem Velo. Nur eine kleine Runde von knapp 60 km das Industal auf der einen Seite rauf und der anderen zurück. Insgesamt bescheidene 500 Höhenmeterchen. Wir überquerten zwei Mal den noch jungen Indus, links und rechts die leicht eingeschneiten Berge in Wolken. Nach Kaffee und Kuchen in einem hübschen Garten Besuch eines buddhistischen Klosters auf einer kleinen Anhöhe. Die ruhige und beschauliche Atmosphäre in den mit Buddhastatuen und bunten Schnitzereien teils fast überladenen Räumen ist sehr wohltuend. Mönche in roten Gewändern, auch schon Kinder.

Abfahrbereit

Am Indus

Im Kloster

15. und 16. August

Reisetage. Am 15.8. früh Flug mit Fensterplatz nach Doha auf der Ostseite der Arabischen Halbinsel.

Über den Alpen zunächst viele Wolken dann im Mittelmeerraum Kroatien, Griechenland etc. herrliches sonniges Wetter. Die riesige arabische Halbinsel sieht von oben aus der Flughöhe von Über 10.000 m ziemlich flach aus was aber sicher nicht ganz stimmt. Der Boden ist braun und grau in allen Schattierungen jedoch nirgends ein Flecken Grün. Gelegentlich Flussbetten manchmal auch mit Wasser. Überall menschliche Spuren die aussehen wie rechteckige Felder oder gerade Linien. Jedoch kaum Straßen und menschliche Behausungen von oben erkennbar. Dann in Küstennähe auf einmal dichte Bewölkung mit imposanten Quellwolken, danach im Dunst eine größere Stadt im nirgendwo. Dann nach Anflug überm Meer Landung in Doha. Die Hitze beim Umsteigen vom Flieger in den Bus zum Terminal haut einen fast um. Etwa 40 °C bei geschätzten 80 % Luftfeuchtigkeit. An allen Oberflächen, die kühler sind als etwa 25°, kondensiert das Wasser. Es läuft in Bächen die Scheiben des klimatisierten Busses hinunter, meine Brille beschlägt sofort und wird trübe.

Landung in Doha

Nach 10 langen Stunden in der Flughafenlounge Weiterflug nach Delhi. Auf dem riesigen Flughafen in Doha ist morgens um 2:00 Uhr noch soviel Betrieb wie auf der Bahnhofstraße Samstags vor Weihnachten. Kurzer Flug von nur 5 Stunden nach Delhi. Bis ich durch den Zoll bin und nach mühsamem hin und her endlich die Schachtel mit dem Velo habe, versuche ich das Velo für den Weiterflug am nächsten Tag einzuchecken. Nach etlichen Diskussionen mit Sicherheitspersonal und Flughafenmitarbeitern gebe ich auf und nehme das Velo mit ins Hotel. Das für mich bestellte Hoteltaxi ist natürlich schon längst ohne mich abgefahren und ich muss ein neues nehmen und bezahlen.

Hier im Hotel lasse ich es mir gut gehen, esse fein indisch zMittag, gehe in die Sauna, in den Pool und lasse mich massieren. Koste es was es wolle.

Habe den ganzen Tag im Hotel verbracht und bin dabei mich langsam an Indien zu gewöhnen.

Auf dem Flughafen und hier im Hotel hat es überall Personal. Auf dem Flughafen ist niemand zuständig wenn man ein Problem hat, hier im Hotel hat es viele Jobs die bei uns und denkbar wären. Z. B. An der Glastür zum Pool sitzt einer, nur weil die Glastür etwas klemmt um dann beim Öffnen zu helfen.

Anflug auf Delhi

Die geplante Route

Die Reise sollte ursprünglich am 18.8. 2019 in Srinagar beginnen, das liegt im Kashmir, ganz im Nordwesten Indiens nahe der Pakistanischen Grenze. Von dort aus sind es gut 3000 km und ein paar Höhenmeterchen bis nach Katmandu in Nepal, dem Ziel der Reise, wo wir am 9. Oktober ankommen werden. Dazwischen liegt die faszinierende Bergwelt des Himalaya mit zahlreichen Pässen, die bis auf 5500 m hoch gehen.

Die Tour wird von dem Kanadischen Velo-Reiseveranstalter Tour d’Afrique durchgeführt, mit dem ich bereits zwei mal auf der Seidenstrasse und in Madagaskar beste Erfahrungen gemacht habe. Wir sind ca. 35 Velofahrer- und innen aus aller Welt, von denen ich schon einen Teil kenne und die mir zu guten Freunden geworden sind. Ron habe ich schon zwei mal in Kanada und Caroline in Neuseeland besucht. Ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen. Auch die südafrikanische Tourleiterin, ihr Freund, der als Koch fungiert und der indische Velomech sind mir in bester Erinnerung. Es kommen zwei oder drei Begleitfahrzeuge mit, die das Gepäck transportieren, so dass wir dieses nicht über die Pässe schleppen müssen und wir bei Schwächeanfällen, Atemnot, Darminfektionen oder Ähnlichem jederzeit die Möglichkeit haben, uns mitnehmen zu lassen.

Das Abenteuer fängt bereits an…

Kaschmir ist, bzw. war ein weitgehend autonomer Bundesstaat Indiens, dessen Bevölkerung grösstenteils muslimisch und zu einem kleineren Teil hinduistisch ist. Letzte Woche hat leider der hindu-nationalistische Ministerpräsident Narenda Modi die Selbständigkeit des Bundesstaates aufgekündigt, was zu massiven Protesten und Aufständen vor allem bei der muslimischen Bevölkerung führen dürfte. Um die Kommunikation der Bevölkerung untereinander zu erschwerenIm ist im Kaschmir seit einer Woche Telefon noch Internet unterbrochen. Kurz: Einreise für Touristen unmöglich und zu gefährlich. Daher wurde der Startpunkt unserer Reise kurzfristig ca. 300 km östlich nach Leh verlegt. Das heisst, Umbuchen der Flüge, Stornierung der Hotelbuchungen etc. Zusätzlich kommt das Problem der Akklimatisation hinzu, da Leh auf c.a. 3500 m liegt und wir somit quasi auf diese Höhe katapultiert werden.

Mein indisches Visum

Die Beschaffung der Visas gestaltete sich als sehr aufwendig. Für Indien musste ein 4-seitiges Formular ausgefüllt werden, in dem selbst mir Unbekanntes, wie der Geburtsort meiner Mutter und meines Vaters gefragt waren, ebenso deren ehemalige Staatsangehörigkeiten und die deren Eltern. Indien will in jedem Fall vermeiden, dass Personen mit beispielsweise pakistanischen Wurzeln eine Einreiseerlaubnis erhalten. Ausserdem wurde ein quadratisches Passfoto verlangt mit speziellen Massen in Inches, welches ich auch noch extra anfertigen musste. Die Formulare waren zunächst online mit diversen Abstürzen auszufüllen, dann auszudrucken, zu unterschreiben und abzuschicken und nach Reklamation (Passfoto) nochmals das Ganze von vorne.

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