5.10. bis 8.10.

5.10.

Heute nur 50 km, aber größtenteils auf Steinen, Lehm, Sand, durch Flüsse, d.h. es war eine gute Beherrschung des Velos und ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl gefragt. Es gab einige, die mehrfach zu Boden gingen, zum Glück ohne ernsthafte Blessuren. Dafür waren wir praktisch die einzigen Fahrzeuge auf der Straße, die Aussichten waren umwerfend und die wenigen Dörfer völlig abgelegen und authentisch. Wahrscheinlich waren wir die ersten VelofahrerInnen, die hier je vorbei kamen. Übernachtung in einem einfachen Hotel in einer kleineren Stadt nach einer längeren Abfahrt in ein Tal mit grünen Reisfeldern.

Frau vor ihrem Laden

Stolze Mutter

Ziegenfutterträgerin

Wo kein Asphalt auch kein Verkehr

6.10.

eigentlich war heute geplant, wieder unasphaltierte Nebenstraßen zu benutzen, doch leider ergab die Rekognoszierung durch Emely, dass die Straße an einigen Stellen monsunbedingt durch einige Erdrutsche zumindest für unsere Begleitfahrzeuge unpassierbar war. Das Risiko war zu groß und der Tag wurde umorganisiert. Das heißt zuerst 20 km auf einer morgens um 7 noch wenig befahrenen Strasse bis zur Kreuzung, wo diese Straße in die Straße nach Kathmandu mündete. Dort wartete ein Bus und ein Lastwagen auf uns, um uns und unsere Velos 30 km über diese Straße zur nächsten Abzweigung zu transportieren um dort wieder auf die Velos zu steigern und mit weniger Verkehr zurück in die Berge zu radeln. Da heute und in den nächsten Tagen hohe hinduistische Feiertage sind, wurden überall am Straßenrand Ziegen, Hühner und anderes Getier zum Braten vorbereitet. Nicht immer ein gerade schöner Anblick. Unser Hotel ist ein liebevoll wieder aufgebauter 200 jähriger Herrensitz, der vor fünf Jahren vom Erdbeben zerstört wurde. Er hat schöne geschnitzte Fenster und Balken, an denen ma sich den Kopf anschlägt, überall Pflanzen, Blumen auf den Tischen, aufmerksame Bedienungen und eine Aussicht auf das tief unter uns liegende Tal, aus dem wir hier schweißtriefend emporgeradelt sind. Ein würdiger Abschluss, denn morgen ist unser letzter Tag auf dem Velo.

Letzte Begegnungen

Unser schönes Hotel

Unser Zimmer

Beim zNacht

Blick ins Tal

7.10.

Mit Velo fahren war leider nix, denn die vorgesehene Straße war monsunbedingt noch unpassierbarer. Da die Hauptstraße zu gefährlich ist, wurden die Velos wieder verladen und wir fuhren im Bus nach Kathmandu. Dort machten wir als Abschluss eine gemeinsame von lokalen Velofreaks geführte Stadtrundfahrt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Der Endpunkt war unser Hotel, wo wir mit einem Glas Sekt empfangen wurden. Die Stadt war relativ verkehrsfrei, da gestern, heute und vor allem morgen wichtige hinduistische Feiertage sind, viele Einwohner in ihre Herkunftsdörfer gefahren und leider fast alle Läden und Restaurants geschlossen sind.

Buddha Buddha Buddha

Festlich gekleidet

Gut bewachtes Museum

Die Bewacherin

Die Männer unter sich

Zu Abschluss meiner Berichterstattung möchte ich mich bei allen bedanken, die meinem Blog gefolgt sind, für alle Kommentare, die mich immer gefreut haben und alle schönen Mails, die mir geschrieben wurden. Ich habe alles aufmerksam gelesen, aber – ich bitte um Verzeihung – kein einziges beantwortet, es wäre mir einfach zu viel geworden.

Nach der Reise ist vor der nächsten Reise. Und die findet statt im Mai/Juni 2020 durch Südkorea und Japan. Es gibt sicher wieder einen Blog, dem ihr gerne folgen könnt.

3 Kommentare zu „5.10. bis 8.10.

  1. lieber frieder,
    ich froh, dass ihr alle gesund am ziel in kathmandu angekommen seid. deine lebendigen schilderungen und eindrucksvollen fotos nahmen mich immer wieder ein stück mit auf die reise. ganz lieben dank fürs teilen deiner abenteuerlust!
    herzlich, thierry

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  2. Lieber Frieder, auch wenn ich nicht gerade fleissig mit dem Verfassen von Kommentaren war, gelesen und genossen habe ich jeden einzelnen Blog. Ich freue mich auf Deine Erzählungen und Deine Fotos in Grossformat.
    Liebe Grüsse und komm gut nach Hause, Beat

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  3. Lieber Frieder
    Das war vielleicht eine spannende, erlebnisreiche, aber auch uranstrengende Radreise! Danke für deinen sehr informativen, detailreichen und äußerst unterhaltsamen Blog und die tollen Fotos. Ich habe deine Berichte begeistert und sehr bequem auf dem Sofa gelesen und bewundere dich für deine Energie und dein Durchhaltevermögen.
    Wünsche dir guten Heimflug und wohlverdientes Chillen!
    Liebe Grüße aus Wien von
    Gradi

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