18.9. bis 22.9.

18.9.

Schon nach wenige km bogen wir auf eine kleine Seitenstraße ein und verließen den Ganges. Es ging zwar fast den ganzen Tag bergauf (insgesamt über 2000 Höhenmeter), aber das Strässchen hatte fast keinen Verkehr und bot links und rechts wunderschöne Aussichten auf die grünen vor Feuchtigkeit dampfenden Täler und nebelverhangenen Berge.

Leider ging es mir nach dem Lunch gar nicht mehr gut. Entweder hatte ich zu viel gegessen oder ich hatte mir in Rishikesh etwas eingefangen. Jedenfalls fühlte sich mein Magen an, wie mit Steinen gefüllt und ich musste unentwegt gürpsen. Ich schleppte mich die letzten 10 km regelrecht zu Hotel. An Nachtessen war nicht zu denken und auch in der Nacht quälten mich die Steine.

Kurz nach Rishikesh

Die Aussichten links und rechts

19.9.

auch Frühstück unmöglich. Ich nahm daher den Bus auf den heutigen Pass und setzte mich nur für die 30 km Abfahrt aufs Velo. Danach wieder im Bus zu einem wunderschönen Hotel, das auf einem Hügel liegt. Die Zimmer sind in kleinen Häuschen, die in der tropischen Vegetation verstreut sind. Habe immer noch ein paar Steine im Magen.

Schülerinnen in Schuluniform

20.9.

Nach einer sehr unruhigen Nacht konnte ich am Morgen endlich auf die Toilette. Heftiger Durchfall. Also wieder kein Frühstück und ab in den Bus. Das praktisch verkehrslose Strässchen ging heute in endlosen Kurven auf und ab durch einen Nationalpark. Auf dem Velo wäre es ein Traum gewesen. Nachdem ich am Morgen Antibiotika genommen hatte, ging es mir dann im Laufe des Tages etwas besser und im nächsten schönen Hotel angekommen konnte ich am Mittag sogar ein paar Salzkartoffeln zu mir nehmen.

Meine Rettung

Aussichten aus dem Bus

Im Hotel im Urwald

21.9.

Heute fühle ich mich besser und kann sogar fast normal, das heisst Cornflakes und Porridge frühstücken. Auf den indischen Teil des Frühstücks verzichte ich lieber. Leider musste ich das schöne Strässchen und die grüne tropische Landschaft wieder aus dem Bus genießen, da ich nach fast drei Fasstagen noch zu schwach bin für die heutigen 2000 Höhenmeter. Aber morgen wird alles besser.

Im Bus vergehen die Zeit nur langsam

Ein beeindruckender Baum

Ein Häuschen im Urwald

Dann doch lieber in unserem Bus

Farben vom Bus aus gesehen

Wolkenspektapel vor meinem Hotelzimmer

22.9.

Endlich wieder im Sattel. Ich genieße jeden Kilometer und jeden der 1000 Höhenmeter, die ich wieder aus eigener Kraft fahren kann. Nach nur 4 Stunden Fahrt sind wir schon im nächsten Hotel, das wunderschön an einem kleinen See liegt. Wir freuen am Luxus und an der Schönheit der Welt.

Leider habe Ich unterwegs das eine geschliffene Glas meiner Sonnenbrille verloren, ein teurer Spass zum einen zum anderen habe ich nun keine Ersatzbrille mehr. No Problem würden die Inder sagen.

Morgenstimmung bei der Abfahrt

Begegnung

Frau vor ihrer Küche

Der Affengott oder der Gott der Affen

Unser Hotel See

4 Kommentare zu „18.9. bis 22.9.

  1. Schön, daß es dir wieder besser geht, lieber Frieder, und du wieder fest am Sattel sitzt, denn sehr gemütlich sieht’s im Bus nicht aus. Für die indische Küche braucht’s offenbar einen robusten Magen! Und zum Pech mit dem verlorenen Brillenglas: vielleicht ist es dir ein kleiner Trost, wenn ich dir versichere, daß du mit einem Brillenglas genau so schöne Fotos machst wie mit zwei Gläsern!
    Weiter gute Fahrt und, tja, gutes Essen
    wünscht dir Gradi

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  2. Lieber Frieder
    Wiederum schöne Bilder, ihr fährt ja durch wunderbare Landschaften und die Bilder, die du von den Menschen machst sind schön und spannend.
    Du hast aber offenbar recht schwierige Zeiten hinter dir. Ich hoffe, dass die Probleme nun vorbei sind und du wieder zu Kraft kommst und ohne Beschwerden die anspruchsvollen Etappen geniessen kannst!
    Machs guet und liebe Grüsse
    Walter

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  3. Lieber Frieder,

    tolle Bilder und gute Berichte an denen du uns teilhaben lässt! Ich hoffe, dass es dir unterdessen wieder richtig gut geht und alle Steine und Käfer in den Gedärmen verschwunden sind. Das erinnert mich an meine Reisen als ich noch ganz jung war, leider auch mit Steinen und Käfern 😉
    Freue mich auf weitere Eindrücke, heb dir sorg und liebe Grüsse
    Nathalie

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