16. und 17.9.

16.9.

Am Morgen lange Abfahrt von 2000 m auf knappe 400 m, leider mit happigen Gegenanstiegen, die uns schwer zum Schwitzen brachten. Es wurde nämlich immer wärmer (gut 30 Grad) und vor allem sehr schwül mit gefühlten 100% Luftfeuchtigkeit. Die Vegetation entsprechend üppig und tropisch. Das Hotel liegt direkt am Ganges, der vor unserem Fenster vorbei strömt. Am Nachmittag hielten wir am Ganges noch eine kleine Zeremonie für Mike ab und streuten seine restliche Asche in den Fluss, der sie jetzt ins Meer trägt.

Abends, vor Sonnenuntergang führte uns unser Hotelguru (den gibt es hier wirklich!) zu einer täglich statt findenden etwa einstündigen Zeremonie am Ganges, bei der den Toten und den hindischen Göttern gehuldigt wird. Mit Musik, Gesang, Tanz, Rauch, Feuer und Blumenschiffchen, die mit einem brennenden Öllämpchen dem Ganges übergeben werden.

Feuchtschwül

Leicht verschwitzt bei der Begrüßungszeremonie im Hotel

Ron übergibt letzte Asche von Mike dem Ganges

mein Blumenschiffchen (Kosten 10 Rupien = 15 Rp.)

Das Publikum findet sich ein

Einer von ca 20 Zeremonienmeistern beim Vorbereiten

Beim Rauchzeichen geben

Beim Feuerschwenken

Zum Schluss strömen alle zu Ganges

17.9.

Wir sind hier in Rishikesh nicht nur hinsichtlich der schwülen Hitze endgültig in Indien angekommen, sondern auch hinsichtlich aller anderen Klischees. Alte und junge Bettler und Bettlerinnen, bettelnde Kinder, Jogis in allen Schattierungen, Aussteiger aus dem Westen, Leute, die im tiefsten Elend leben, Schlafende direkt neben der stark befahrenen Straße, überall heilige Kühe und stinkende Kuhscheisse, ununterbrochenes Verkehrschaos mit lautem Gehupe,

haufenweise Yoga- und Meditationsschulen, es wimmelt von Göttern und Tempeln.

Den Morgen mit Yoga begonnen, danach Frühstück mit echtem Cappuccino, dann eine kräftige Ayurveda-Massage, zwei Stunden Mittagessen mit einem koreanisch-amerikanischen Aussteiger, der seit zwei Jahren herumreist auf der Suche nach dem nicht-materiellen Glück. Anschließend beim Barbier die Bartstoppeln entfernen und das Gesicht massieren lassen. Das war ein entspannter Tag.

Ab morgen haben wir 7 aufeinander folgende Fahrtage. Der nächste Ruhetag ist dann schon in Nepal.

Näherin in ihrem „Laden“

Näherin aus der Nähe

2 Kommentare zu „16. und 17.9.

  1. Lieber Frieder
    So wie Du es beschreibst, so stelle ich mir DAS Indien vor. Für mich wäre das zu heiss, zu feucht, zu grün und zuviele Leute. Deine Bilder und dein Bericht ist aber spannend, Fantasie anregend und eindrücklich.
    Wir haben morgen ja wieder einen Event und sitzen entsprechend stundenlang vor dem Compi.
    So geniesst jeder das was er hat….
    Weiterhin viele interessante Begegnungen, spannende Strecken ohne Pannen, und natürlich viel Spass.
    Liebe Grüsse Beat

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  2. hejia frieder

    es ist nicht so dass ich deine bilder und kommentare mir nicht anschaue oder lese. ich freue mich daran, in eine ganz andere welt eintauchen zu können. ganz andere farben und gesichter, landschaften oder arbeitsweisen zu sehen.

    es ist überwältigend und ich fühle mich an andere zeiten erinnert.

    vielen herzlichen dank für deinen bloc und geniesse alle deine fahrten, die begegnungen und das andere leben.

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