13.9. bis 15.9.

13.9.

Aus Shimla raus hatten wir zunächst ein kleines romantisches Strässchen bis zur nächsten Ortschaft, danach 400 m hoch und 1000 ab auf einer ziemlich befahren Straße. Da gerade Apfelernte ist, sind noch mehr Lastwagen unterwegs als sonst. Als europäische Verhältnisse gewohnter Verkehrsteilnehmer braucht man sehr gute Nerven, denn die Inder fahren nicht unbedingt aggressiv, überholen jedoch bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit. Das heißt auch, wenn die Fahrbahn mal nur einspurig ist, vor und vor allem in Kurven, egal, ob vielleicht etwas entgegen kommt. Meistens gehts ja auch so gerade noch gut. Ausnahmen bestätigen die Regel. Die zweite Hälfte des Tages ging’s dann nochmal 1200 m obsi und 1200 m nidsi, bei wesentlich weniger Verkehr mit einer tollen Abfahrt. Mit dem Hotel gab es Probleme, da das eigentlich vorgesehene gar nicht existierte. Zum Glück konnte kurzfristig ein Ersatz gefunden werden, gar nicht so einfach für fast 40 hungrige und müde Velofahrer mit Betreuung.

Abendverkauf in Shimla

Manchmal fallen die Äpfel auch von der Straße

14.9.

Die ersten 70 km ging’s heute immer an einem Fluss bzw. dessen Neben- und dessen Nebenfluss lang immer leicht aufwärts. Der Verkehr wurde immer weniger und die Landschaft immer schöner. Meist lichter Kiefern-Wald, neben uns der schnell strömende Fluss mit klarem Wasser. Immer wieder Islamische Nomaden mit Kuhherden und notdürftig mit Plastikplanen eingerichtete Zeltunterkünfte.

Nach ca. 1000 m Aufstieg Abfahrt in ein weites, fruchtbares Tal, in dem Reisterrassen mit ihrem saftigen Grün das Auge verwöhnen. Unsere Unterkunft ist heute sehr einfach um nicht zu sagen ziemlich schmuddelig und ich bin froh um meinen eigenen Seidenschlafsack und das eigene Kopfkissen.

Islamisch aussehende Kuhhirten

Frauearbeit

Verkäufer am Straßenrand

Kuhhirt mit Nachwuchs

Herrlich grüne Reisterrassen

15.9.

Nach einer etwas unangenehmen Nacht (Schwüle Luft im Zimmer, Moskitostichen, wc-Geruch, Hundebellen uvm.) heute ähnlich wie gestern erst 70 km durch ein herrlich grünes Tal mit wenig Verkehr, dann aber ein ewig langer, anstrengender Aufstieg ( ca. 1300 m) mit viel Verkehr zu einem kleinen Städtchen in den Wolken, oben auf dem 2000 m hohen Pass. Das Hotel ist sehr ordentlich, alles sauber, das Wc und die Dusche funktionieren, das Essen war fein. Es dürfte eine angenehme Nacht werden.

Im grünen Tal

Beim telefonieren

Blick auf Reis und Fluss

Der Schirm darf nicht fehlen

Der Nebel lichtet sich

Ein Kommentar zu “13.9. bis 15.9.

  1. Lieber Frieder,
    Danke dir für die immer wieder auffallend intensiven Bilder von Menschen und Landschaften. Ich staune, wie es dir gelingt, so nahe an Menschen und ihre Gesichter zu kommen.
    Mit den besten Wünschen auf viele verkehrsarme Kilometer in wunderbaren Landschaften,
    Thierry

    Liken

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