9.9. bis 12.9.

9.9.

Endlich wieder gut und tief geschlafen. Zuerst wieder 800 m den Berg runter, den ich gestern mühevoll erklommen habe. Dann weiter abwärts 100 km das Flusstal runter. Leider nicht nur runter, sondern auch viel aufwärts da die Straße immer wieder schwierige Stellen wie Felsabbrüche etc. übersteigen musste. Langsam ging es aber in immer tiefere Regionen. Es wurde deutlich (noch) wärmer und feuchter, die Vegetation grüner und dichter, die Dörfer größer und bevölkerter, die Straßen breiter und etwas besser, der Verkehr dichter und noch chaotischer. Jetzt sind wir auf ca. 1000 m es ist schwülwarm und wir sind froh, ein klimatisiertes Zimmer in einem ordentlichen Hotel zu haben.

Arbeiterinnen an der Straße

Zur Abwechslung ein Mönch

10.9.

Heute die Königsetappe. 2600 Höhenmeter und 130 km. Die meisten lassen sich, zumindest auf den ersten großen Pass hinauf, von einem unserer Begleitfahrzeuge mitnehmen und sparen sich so die ersten 1800 Höhenmeter. Der Verkehr wurde immer dichter und nach fast 9 Stunden im Sattel und einer wilden Abfahrt erreichten wir endlich unser Hotel in Shimla auf 2000 m Höhe. Die Gegend hier ist dicht besiedelt, es hat immer wieder größere von Verkehr und Menschen überquellende Dörfer. Es ist gerade Apfelernte und überall an der Straße stehen hunderte Lastwagen, die kistenweise die Äpfel aufladen.

Wir bleiben hier in Shimla für zwei Tage und haben Zeit uns etwas auszuruhen und in das indische Leben einzutauchen.

Endlich Lunch

Shimla, unsere Stadt auf dem Berg in den Wolken

11.9.

Die Stadt liegt oben auf einem Berg, fast in den Wolken. Es gibt eine Bahnhofstraße mit „besseren“ Geschäften auf dem Gipfel und eine Art Niederdorf, eine Etage tiefer, mit farbenfrohen indischen Kleinstläden, Handwerkern und Restaurants. Ich ließ mir die Haare schneiden, mich rasieren und genoss eine Kopfmassage von einem ausgesprochen gewissenhaften Coiffeur, der für alles zusammen fast eineinhalb Stunden beschäftigt war. Am Abend in einem sehr vornehmen Hotel fein essen mit wunderbar gekleideten und zuvorkommenden Kellnern.

Beim Schuster

im Kaffeehaus

Beim Goldschmied

Beim zNacht

12.9.

heute nochmals relaxen mit 90 min Massage, gut essen und Mittagsschläfchen. Morgen geht es dann weiter 4 Fahrtage nach Rishikesh mit jeweils etwa 2000 Höhenmetern und 100 km Strecke. Wir haben jetzt genau die Hälfte des Weges nach Kathmandu hinter uns und jeder Tag war ein besonders Erlebnis. Wir sind gespannt, was noch vor uns liegt.

2 Kommentare zu „9.9. bis 12.9.

  1. Staubig, furchterrende Strassenengstellen und rutschige Abhänge – werde in Zukunft noch ungläubiger unsere perfekt abgesicherten Alpstrassen hier im Bündnerland „bestaunen“.
    Buna fortuna vinavon, Frieder!

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  2. Blog von Nina erhalten. Ich bin sprachlos: So interessant, abenteuerlich, wunderschön….!!.Lieber Frieder, alles alles Gute für die Fortsetzung! Catherine

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