4.9. bis 8.9.

4.9.

Heute „nur“ Überfahrt zurück über den Rohtangpass und Fahrt zum neuen Startort. Abfahrt 07:00, Ankunft 18:00! Das heißt 11 anstrengende Stunden über schlechteste Straßen, rüttel, schüttel ohne Ende im Kleinbus. Am Rohtangpass dauerte es alleine anderthalb Stunden bis an einer Engstelle zwei sich entgegenkommende Trucks sich einigen konnten, wer dem anderen Platz macht.

Wir sanken am Abend völlig erschöpft ins Bett.

Mystische Stimmung

Eine kleinere Engstelle

über dem Pass wurde das Wetter besser

Wir sind nicht alleine auf der Straße

Schneller Lunch zusammen mit anderen Reisenden

5.9.

Wiedermal, da auf 4000 m, schlecht geschlafen. Da heute nur kleineres Programm mit 60 km und 800 Höhenmetern aber kein Problem. Leider war die Straße sehr schlecht, Asphalt gab es nur in homöopathischen Dosen. Dafür Landschaft umwerfend. Ich besichtigte noch ein etwas vom Weg abgelegenes Kloster, wo mir ein Mönch ein paar Räume zeigte und mir einen Tee servierte.

Sie wartet ganz alleine auf den Schulbus

Beachte den roten Velofahrer! (Im oberen Bild!)

Mönch am Putzen

Im Meditationraum

Aussicht vom Dach des Klosters

6.9.

Immer noch schlecht geschlafen. Aber nur 50 km an einem Fluss lang, der hier auf 3500 m schon eine beeindruckende Größe hat. Die ehemals asphaltierte Straße war immer wieder unterbrochen durch riesige Schlamm- und Steinrutschungen die, sobald es etwas stärker regnet, von den Hängen herunterkommen bzw. von den Bächen über die Straße geschoben werden. In diese Fels-und Schlammmassen hinein wird dann provisorisch die Straße neu hineingebaggert mit entsprechender, nicht gerade zum Velofahren geeigneter Oberfläche.

Wir sind jetzt aufgeteilt auf zwei kleine Hotels in einem kleinen Ort mit einem uralten Kloster.

Vor dem Kloster

Eingang zum alten Kloster

Beim Eingang zum alten Teil des Klosters

Mönch-Nachwuchs

Auch junge Mönche mögen Süsses

7.9.

Ähnlich wie gestern zunächst 40 km den Spiti-River lang, zum Teil nahe der Grenze zum Tibet. Daher wieder viel Militär. Dann aber 20 km und saftige 900 m Aufstieg mit teils sehr steilen Rampen. Dafür faszinierende Ausblicke auf die hohen vergletscherten Berge. Immer wieder Fotostopps und Begegnungen mit Straßenarbeitern und vor allem Straßenarbeiterinnen, die in farbenfrohen Kleidern und mit Schmuck an Armen, Hals und Ohren die schwere und staubige Arbeit verrichten.

Wir übernachten heute ein letztes Mal auf 3700 m Höhe in einem kleinen Dorf mit großartiger Aussicht in die umliegende Bergwelt. Sie feiern hier gerade eine Hochzeit und das ganze Dorf ist in Aufruhr. Alle Einwohner sind festlich gekleidet. Ich hoffe, wir können schlafen.

Straßenfegerin

Mit Strassenfeger

Straßenarbeiter

Straßenarbeiterinnen

Am Fluss

Auf dem Weg zum Dorffest

In festlicher Kleidung

Die Hochzeitsprozession mit viel Getöse

8.9.

Natürlich wars mit dem Schlafen nicht viel. Zuerst 1000 Höhenmeter Abfahrt auf einer größtenteils frisch geteerten Straße, die uns als Schotterstraße angekündigt war. Eine angenehme Überraschung. Dann bis km 90 immer am gleichen Fluss, dem Sutley lang, tendenziell bergab, aber mit vielen kleinen Steigungen, Gegenwind und immer wieder durch die Naturkräfte zerstörte Abschnitte. Das Tal ist mal nur eng und dann wieder ganz eng, also schluchtartig. Die Straße führt ohne Leitplanken direkt am Abgrund zum tosenden Fluss lang und wenn ein Lastwagen entgegen kommt, wird einem Angst und Bange.

Nach den 90 km ging’s dann noch 800 m eine kleine Straße hoch zu unserem Hotel, das eine herrliche Aussicht bietet und in dem alles (Strom, Wasser, www etc.) zu funktionieren scheint.

Leider brach bei meinem Velo nach etwa der halben Höhe das Schaltkabel, so dass ich von da an schieben musste. Zum Glück wurde ich nach anstrengend geschobenen 300 Höhenmetern von einem Begleitfahrzeug mitgenommen.

Wo ist der Bus im Bild?

Auf dem Weg zur Arbeit

Arbeiterin mit Arbeitrinnachwuchs

Sisyphus lässt grüßen

.

3 Kommentare zu „4.9. bis 8.9.

  1. Endlich wieder ein freudig erwarteter Bericht von dir, lieber Frieder, Freude allerdings etwas getrübt, da die letzten 15 Bilder nicht mit übertragen wurden. Hoffe sehr sie kommen noch! Ich horte und hüte sie in einem Ordner. Die bisherigen Fotos sind toll! Dir wünsche ich endlich wieder mal eine durchgeschlafene Nacht!

    Liebe Grüße
    Gradi

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  2. Tönt sehr herausforderungsreich, v.a. bei schlechtem Schlaf! Danke für Superbilder (ein Teil kann aber nicht geöffnet werden). Ich wünsche dir bessere Schlafstunden!
    LG Walter

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  3. Dear Frieder, thanks very much for your blog. The pictures are beautiful and remember me the time I spent on India and Nepal mountains. Good luck!!
    Italo

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